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Es bleibt mehr als nur ein Diplom

Vor einem Jahr haben die ersten Supply Chain Manager von GS1 Schweiz ihre Diplome erhalten. Was haben die Absolventen der Pilotklasse heute davon? GS1 network hat bei zwei von ihnen nachgefragt.

Was war das Thema Ihrer Diplomarbeit?
Marc Flückiger: Optimierung der Lagerbewirtschaftung durch Vendor Managed Inventory.
Guido Waldvogel: EDI, Elektronischer Datenaustausch bei OPO Oeschger AG.

Inwiefern konnten Sie Ihre Diplomarbeit im Unternehmen umsetzen?
Marc Flückiger: Gar nicht, da ich die Stelle gewechselt habe. Ich konnte aber meinem Nachfolger Inputs geben.
Guido Waldvogel: Wir haben ein neues ERP-System eingeführt. Das Thema der Diplomarbeit floss bereits während der Projektphase ein. So konnten wir das EDI-Projekt nach dem Produktivstart so angehen, wie es in der Handlungsempfehlung geschildert war.

Warum haben Sie sich Marc Flückiger, Betriebsleiter bei EGLI AG Process Technologyfür die Weiterbildung zum Supply Chain Manager entschieden?
Marc Flückiger: Die Ausbildung ist generalistisch. Ich wollte meine Fähigkeiten gerade hier stärken.
Guido Waldvogel: Der vielfältige Inhalt und der Aufbau des Lehrgangs waren für mich die Hauptfaktoren. Der generalistische Ansatz hat mich überzeugt.

Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?
Marc Flückiger: Nicht ganz. In meinen Augen ist der Supply Chain Manager in der Bildungslandschaft noch zu wenig bekannt. Das finde ich sehr schade. Es ist schwierig, sich mit Fachhochschuloder Uniabgängern zu messen, obwohl die Kombination mit der Praxis den Lehrgang gerade für KMU sehr interessant macht.
Guido Waldvogel: Meine Erwartungen wurden durchaus erfüllt. Wie bei jeder Ausbildung, speziell wenn es sich wie bei uns um die Pilotklasse handelt, gibt es Punkte, die optimiert werden müssen. Anregungen und Vorschläge haben wir den Verantwortlichen kommuniziert, sodass die nachfolgenden Lehrgänge bereits davon profitieren konnten.

Guido Waldvogel, Leiter Einkauf bei OPO Oeschger AGInwiefern hat sich der Abschluss «Eidg. dipl. Supply Chain Manager» positiv auf Ihre Karriere ausgewirkt?
Marc Flückiger: Ich konnte nach meiner Ausbildung eine neue Stelle annehmen. Dank der erworbenen Kenntnisse, gerade auch im vernetzten Denken, konnte ich bei meinem neuen Arbeitgeber einige Inputs liefern. Ausserdem profitiere ich noch heute vom Netzwerk.
Guido Waldvogel: Mir war es wichtig, mein Wissen im Hinblick auf die stetigen Veränderungen und erhöhten Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt à jour zu halten – und zwar unabhängig von Karrieremöglichkeiten. Dennoch konnte ich in der Folge eine ergänzende Aufgabe übernehmen: den Aufbau des strategischen Einkaufs.

Ein Jahr später… was bleibt?
Marc Flückiger: Freunde und Erfahrungen fürs Leben.
Guido Waldvogel: Erweitertes Wissen, eine gute Erinnerung an die spannende Ausbildungszeit sowie wertvolle Kontakte und natürlich die Uhr. (Anm. der Red.: Als bester Absolvent hat Guido Waldvogel eine Omega-Uhr erhalten.)

Die Fragen stellte Katharina Birk.


 

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