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Gut gerüstet in die Berufszukunft

Die Welt verändert sich schnell und die Logistikbranche bleibt am Ball: An der Diplomfeier der Absolventinnen und Absolventen der Lehrgänge Logistikfachmann/- frau, Logistikleiter/in und Supply Chain Manager im Berner Hotel Schweizerhof wurde deutlich, wie wichtig Weiterbildung heute ist.

Sie haben trockene Fachbücher gewälzt statt in der Badi zu relaxen und sind in Lerngruppen zusammengesessen statt am Familientisch: Während eineinhalb Jahren haben die Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildungslehrgänge Logistikfachmann/ -frau, Logistikleiter/in und Supply Chain Manager ihre persönlichen Prioritäten zurückgestellt und sich dem Erwerb von Berufs-Know-how verschrieben. Für 123 Studierende hat sich der Aufwand gelohnt, denn sie haben die Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden. 106 Personen im Lehrgang Logistikfachmann/-frau erhielten einen eidgenössischen Fachausweis; eidgenössische Diplome gab es für elf frisch gebackene Logistikleiterinnen oder -leiter sowie sechs Supply Chain Manager.

Hohe Messlatte
Die Verleihung der Dokumente im Berner Hotel Schweizerhof bot einen feierlichen Schlusspunkt und entschädigte für die vergangenen Mühen. Thomas Bögli, Leiter der GS1 Schweiz Academy, würdigte den Einsatz der 80 anwesenden Absolventinnen und Absolventen: «Dass Sie es bis hierher gebracht haben, ist nicht selbstverständlich, denn die Messlatte ist hoch.» Er veranschaulichte dies mit einem Blick auf die Statistik: Von den angehenden Logistikfachleuten bestanden 60 Prozent der Anwärterinnen und Anwärter die Prüfungen. Bei den Logistikleiterinnen und -leitern waren es 61 Prozent. Die Prüfungen zum diplomierten Supply Chain Manager wurden von 75 Prozent der angetretenen Kandidatinnen und Kandidaten erfolgreich gemeistert.

Ausbildung als Turnier
Umso stolzer durfte Luca Scicchitano darauf sein, was er und seine Kolleginnen und Kollegen geleistet haben. Der frisch gebackene Logistikleiter liess als Redner die Ausbildungszeit aus Sicht eines Studierenden Revue passieren und verglich den Lehrgang mit einem Fussballturnier: «Der Unterricht war das Training und die Zwischenprüfungen glichen den Spielen, die auf dem Weg zum Finale, dem Diplom, zu gewinnen sind.»

500 Schulstunden, 12 Prüfungen und etwa 5000 Kilometer Schulweg seien für ihn erforderlich gewesen, um das ersehnte Ziel zu erreichen, rechnete Scicchitano vor. Nebst Durchhaltewillen brauche es auch eine gut organisierte Unterrichts- und Prüfungsstruktur. Deshalb bedankte sich Scicchitano mit einem offiziellen Fussball der kommenden EM in Frankreich bei GS1 Schweiz: «Damit der Ball noch lange rund läuft.»

Entwicklungsschritte mitmachen
Nach einer musikalischen Einlage von Oli Kehrli in der Tradition der Berner Troubadours folgte die Diplomübergabe. Die neu ausgebildeten Logistikfachleute erhielten ihren eidgenössischen Fachausweis aus den Händen von Stephan Mathys. Der Präsident der Prüfungskommission von GS1 Schweiz für den Lehrgang Logistikfachmann/ -frau entführte das Publikum auf eine kurze Zeitreise: «Die Entwicklung in den letzten fünfzig Jahren ist schnell vorangegangen», konstatierte er. Mathys erwähnte etwa die RFID-Technologie (Radio-Frequency Identification), die in der Logistik gegenwärtig grosse Änderungen mit sich bringe. «Es geht rasch vorwärts. Ich hoffe, Sie sehen das als Herausforderung, am Ball zu bleiben », ermunterte er sein Publikum.

Wissen als Zauberkraft
Einen ähnlichen Rat gab Guido Grütter, Präsident der Prüfungskommission von GS1 Schweiz für die Logistikfachleute, den frisch Diplomierten mit auf den Weg. «Vertrauen Sie nicht blindlings auf erstellte Prognosen. Nutzen Sie Ihr erlangtes Wissen und Ihre Erfahrung, um die Vielfalt von möglichen Problemen zu erkennen und verschiedene Lösungsvarianten aufzuzeigen.» Grütter weiss: «Sie sind es, die mit Ihrem Diplom die Unternehmen weiterbringen.» Wenig später verlangte sein Kollege Georg Burckhardt von den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs zum eidgenössisch diplomierten Supply Chain Manager gar übernatürliche Kräfte. «Wie Asterix mit dem Zaubertrank müssen Supply Chain Manager mit Fachwissen und Menschenkenntnis auf Störungen in der Wertschöpfungskette reagieren können », meinte er.

Höchster Durchschnitt
Dass die neue Generation der Fachleute für die Aufgaben, die sie erwarten, gerüstet ist, bewiesen alle erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen. Drei von ihnen ragten dabei besonders heraus: Manuel Mandis erzielte bei den Logistikfachleuten mit 5,7 eine laut Thomas Bögli noch nie dagewesene Höchstnote. Agnes Holzmann stach mit einem Durchschnitt von 4,7 alle ihre männlichen Mitstudierenden des Lehrgangs Logistikleiter/in aus. Und Mirko Lienhard erreichte mit 5,1 den besten Notendurchschnitt bei den Supply Chain Managern. Am anschliessenden Apéro genoss der 32-jährige Aarauer zusammen mit seinen Studienkollegen die festliche Atmosphäre. Vorerst habe er noch keine weitere Ausbildung geplant. «Aber beruflich habe ich einige Ideen. Ich würde gerne für einen Grosskonzern ins Ausland gehen.»

Nach der Anstrengung der Genuss
Ein paar Meter neben Lienhard stiess Gabriel Szabo mit seiner Freundin auf das erfolgreiche Ende der Ausbildungszeit an: «Das Lernen und die Schultage am Samstag waren streng», blickte der 29-jährige frisch gebackene Logistikfachmann zurück. Die Erfahrung möchte er dennoch nicht missen. Denn es habe in jedem Fach Aspekte gegeben, die ihn beruflich weitergebracht haben. «Ich habe vor allem zu den Themen Leadership, Projektmanagement und Unternehmensführung viel gelernt», erklärte wiederum Agnes Holzmann. Die 39-jährige Neo-Logistikleiterin hat vorerst noch keine neuen Weiterbildungspläne und genoss ihr soeben erhaltenes Diplom gemeinsam mit den rund 150 weiteren Gästen unter den Kronleuchtern des Hotels Schweizerhof in vollen Zügen.

Julia Konstantinidis

Weiterbildungslehrgänge als Wegbereiter für Ihre Karriere
Neben verschiedenen Seminaren zum GS1 System sowie zu Logistik und Supply Chain Management bietet GS1 Schweiz Vorbereitungslehrgänge auf die eidgenössischen Prüfungen zum Logistikfachmann, -leiter sowie Supply Chain Manager. In dieser Serie berichten wir aus den Klassen, den Prüfungsvorbereitungen und der Diplomfeier.

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