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Schritt für Schritt zum erfolgreichen Track & Trace

Sendungsverfolgung ist heute eine Selbstverständlichkeit. Und Cloud-Computing ist in aller Munde. Doch bei der Leistungsqualität von Track-and-Trace-Services gibt es grosse Unterschiede. Über eine Cloud-basierte Website-Applikation gewährt die Streck Transport AG ihren Kunden Zugang zu «Streck & Trace» mit einem Premiumservice für Land- und Luftfrachtverkehre.

(ms) Die gläserne Lieferkette ist seit mehreren Jahren Standard bei Werttransporten, in der chemischen und pharmazeutischen wie in der Lebensmittelindustrie. Treiber sind der Gesetzgeber und Versicherungen. Aber auch in anderen Wirtschaftszweigen wird eine transparente Supply Chain vom Rohstoff bis zum Endverbraucher, grenzüberschreitend respektive kontinentübergreifend, angestrebt. Möglich wird sie durch standardisierte Prozesse und eine nahtlose Sendungsverfolgung.
Die im Zusammenspiel von Verlader, Spediteur und Transporteur generierten Informationen bieten Ansätze zur Kosten- und Serviceoptimierung, insbesondere in Bezug auf Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Bei Störungen in der Wertschöpfungskette rücken sie ins Rampenlicht.

Streck & Trace

Die Streck Transport AG, Möhlin, bietet ihren Kunden bereits seit 2001 auf ihrer Website die Applikation Streck & Trace (basierend auf der Logistikplattform AX4 der AXIT AG), über die sich alle Transporte einfach, schnell und flexibel managen lassen: von der Auftragserfassung über die Sendungsverfolgung bis zur Monatsstatistik. Und dies umfasst alle Sparten: Sammelgut, Expresssendungen, Paketdienste, Projekte und andere Ladungsverkehre. Die automatisierte Kommunikation zwischen Streck Transport und Kunde vereinfacht die Sendungsverfolgung, ermöglicht ein Meilensteintracking und ein effizientes Supply Chain Event Management (SCEM).

«Wir schaffen mit unserem System Transparenz über den Status jeder einzelnen Sendung.»
Bozo Cicak, Leiter ITS (Integrierte Services), Streck Transport-Gruppe

Basis ist die Kundenreferenz, die ins Streck-System übernommen wird und die Sendung bis zur Rechnungstellung begleitet. Die Auftragsvergabe kann per Telefon, E-Mail oder DFÜ-Übertragung erfolgen. Der Speditionsauftrag wird idealerweise von digital übertragenen Lieferscheindaten begleitet. Diese können dann digital als Voravis an den Warenempfänger übermittelt werden.

Ware stets im Blick

Unter Streck & Trace werden die Art der Sendung, das Versanddatum, das Gewicht, Incoterms, Empfänger und eventuell Zusatzinformationen wie Transporttemperatur, Verzollung, Ladefenster an der Rampe, Fixdaten für die Ablieferung usw. erfasst. Es können ausserdem Details über die Rückmeldung von Tracking-Informationen bis zur proaktiven Benachrichtigung bei Unregelmässigkeiten im Sendungsverlauf und bei der Ablieferung hinterlegt werden.
Berechtigte Benutzer können sich von jedem beliebigen Standort in das System einloggen und erhalten sofort und auf einen Blick alle notwendigen Angaben. Nach erfolgter Auslieferung kann sich der Kunde den Abliefernachweis aus den optischen Archiven direkt auf seinen Rechner laden – innerhalb Europas in der Regel innert 30 Minuten. Streck & Trace bietet die Möglichkeit, Details zu aktuellen Sendungen sowie die Tracking-Historie einzusehen. Dazu gehört bei Bedarf auch ein Nachweis, welche Partnerunternehmen in welchem Streckenabschnitt tätig waren. Der Sendungsverlauf bleibt mit allen wichtigen Ereignissen jederzeit rekonstruierbar.

Durchgängige Schnittstellenkontrolle

Die Streck Transport AG hat im Rahmen ihrer Zusammenarbeit in verschiedenen internationalen Netzwerken Standardprozesse mit einer Vielzahl von Kontrollpunkten für die Abwicklung einer Sendung festgelegt. Dazu gehören eine Abholkontrolle, Wareneingang-/Entladescannung, Lagerscannung, Verladescannung und Zustellscannung mit Unterschrift. Die Netzwerkpartner arbeiten mit identischen Prozessen.
Alle Importsendungen werden bei Eintreffen im Distributionshub mit einem Barcode versehen, soweit sie noch keinen haben, eingescannt, fotografiert und gewogen. «Wir schaffen mit unserem System Transparenz über den Status jeder einzelnen Sendung», erläutert Bozo Cicak, Leiter ITS (Integrierte Services) der Streck Transport-Gruppe. Falls ein vermeintlicher Transportschaden gemeldet wird, kann Streck Transport anhand der vorliegenden Informationen und Schnittstellenkontrollergebnisse nachprüfen, wo die Beschädigung erfolgt ist.

Schaltzentrale Disposition

In der Disposition laufen alle Fäden zusammen. Die Disposition hält jeden Lieferauftrag fest im Blick und managt die proaktive Benachrichtigung des Kunden. Sollte es im Sendungsverlauf zum Beispiel zu Zeitüberschreitungen kommen, erhält der verantwortliche Disponent eine E-Mail-Benachrichtigung. Dies ermöglicht ihm ein frühzeitiges und situationsgerechtes Handeln zur schnellen Behebung der Transportstörung. Der Disponent meldet nicht nur die Ablieferung, sondern überprüft auch festgelegte Laufzeiten der einzelnen Transportabschnitte. Bei Abweichungen erfolgt eine sofortige Warnung an den Kunden. Dies ist vor allem bei Überseetransporten von Bedeutung.
Hier laufen alle Fäden zusammen. Die Disposition hält jeden Lieferauftrag fest im Blick und managt die proaktive Benachrichtigung des Kunden.«Im Stückgutmarkt gibt es einen harten Preiskampf. In diesem Marktumfeld, in dem sich Produktangebot und Preis immer mehr angleichen, ist eine gleichbleibend hohe Servicequalität eminent wichtig. Wir können diese durch die standardisierten Prozesse und die nahtlose Transparenz im nationalen Verkehr sowie im europäischen Sammelgut-Netzwerk System Alliance und in der Kooperation SystemPlus europaweit sicherstellen. Der Kunde kann sich auf unser Leistungsversprechen verlassen. Ergänzt wird dies durch sehr kurze Laufzeiten im nationalen Verkehr. Die Basis sind unsere Plattformstrategie und die nationalen Verkehre in Eigenregie», erläutert Bozo Cicak. Zahlreiche Auszeichnungen der System Alliance Europe und der paneuropäischen Kooperation SystemPlus belegen die hohe Qualität der Prozessorganisation bei Streck Transport.

Zukunftsvisionen

Mit ihrer mutigen Entscheidung für eine Cloud-Lösung vor zwölf Jahren und als einer der ersten Kunden der Logistikplattform AX4 zeigte Streck Transport deutlich ihre Innovationsfreude. Die hohe Skalierbarkeit und Flexibilität der Plattform hat sich bewährt. Kunden können je nach eigener IT-Infrastruktur verschiedene Datenaustauschmodalitäten wählen. Die Kommunikation ist über das speziell für Streck Transport angepasste System Expowin genauso möglich wie über eine direkte EDI-Verbindung. Streck & Trace wird kontinuierlich aktualisiert und erweitert. Als nächstes Feature können Kunden die Informationen zu Streck & Trace auch über Smartphones und mobile Datenerfassungsgeräte abrufen. Denn alle wichtigen Daten stets zur Hand zu haben und dennoch mobil zu sein, wird immer wichtiger. Das Projekt zur Implementierung von App-Lösungen für Smartphones ist bereits abgeschlossen und getestet. Weitere Funktionserweiterungen, wie ein Lieferantenmonitoring für Grosskunden, sind in der Planung. Darüber hinaus arbeiten Streck Transport und ihre Dienstleister kontinuierlich an Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit. Der Einstieg für Kunden in das Tracking & Tracing und weitere Supply-Chain-Management-Lösungen wird damit noch einfacher, Unterbrechungen und Fehler sollen vermieden und die Produktivität weiter gesteigert werden.
«Es ist uns wichtig, unseren Kunden ein positives Benutzererlebnis zu verschaffen. Das ist schliesslich eine wichtige Facette unserer Servicequalität. Natürlich muss die Transportleistung auch stimmen. Einige unserer Kunden erwarten zwar, dass wir ‹Sendungsverfolgung können›, schöpfen aber das Potenzial unserer Serviceleistungen zur Optimierung der eigenen Supply Chain noch gar nicht voll aus. Daran wollen wir in Zukunft verstärkt arbeiten. Um höchste Kundenzufriedenheit und Effizienz bei der Implementierung von SCEM-Plattformen zu erreichen, stellt Streck Transport ihren Kunden ein professionelles Team aus Projektmanagern, Prozessberatern und EDI-Entwicklern unterstützend zur Verfügung. Anhand von Best-Practice- Szenarien wird die beste Kundenlösung gemeinsam mit dem Kunden in definierten Meilensteinen konfiguriert und in Betrieb genommen», ergänzt Bozo Cicak.

Manfred Schmittel

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