gs1-neton-header-08.jpg

Der «Swiss Star» leuchtet als «Swiss Packaging Award» weiter

Unter neuem Namen, aber mit altbewährten Qualitätsansprüchen, hat das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI) auch dieses Jahr wieder kreative und innovative Verpackungen prämiert. GS1 network stellt den Swiss Packaging Award und die acht Gewinner vor.

47 Einsendungen von 27 Firmen konkurrierten dieses Jahr um die begehrte Auszeichnung. «Das liegt leicht über dem langjährigen Durchschnitt, aber leider etwas unter dem der vergangenen zwei Jahre», meint Stefan Jüde, Vorsitzender der Jury. «Dafür war die Qualität hervorragend!»

Neu aufgestellt und modernisiert
Erstmals wurde der Preis unter dem Namen «Swiss Packaging Award» verliehen. Für die diesjährige 45. Auflage wurde der Wettbewerb komplett neu aufgestellt. «Unser Ziel war, den Wettbewerb zu modernisieren. Ausserdem wollten wir einen breiteren Zugang für Unternehmen sowie eine Annäherung an die Konsumenten sicherstellen», erklärt Andreas Zopfi, Leiter der SVI- Geschäftsstelle.
Neu wurde die Auszeichnung in folgenden Kategorien vergeben: Nachhaltigkeit, Convenience, Design, Marketing, Technik, Konstruktion sowie Nachwuchspreis. Pro Kategorie werden maximal drei Verpackungslösungen nominiert, von denen eine als Siegerin hervorgeht. Zusätzlich wird weiterhin der Publikumspreis verliehen: Der Gewinner wird wie anhin ohne Beteiligung der Jury per E-Voting gewählt. Zum Wettbewerb sind Verpackungen aus allen Materialien zugelassen; das SVI möchte ganzheitliche Lösungen unabhängig vom Packstoff fördern und auszeichnen.
Die Gewinner dürfen wie jedes Jahr am internationalen Verpackungswettbewerb der World Packaging Organization teilnehmen. Die Leistungen der Schweizer Vertreter konnten sich vergangenes Jahr durchaus sehen lassen: Gleich drei Swiss-Star-Sieger konnten die begehrte «World-Star»-Trophäe mit nach Hause nehmen.

Katharina Birk

 

Über das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI)
Das Schweizerische Verpackungsinstitut, gegründet 1963 mit Sitz in Bern, ist die packstoffneutrale Dachorganisation der schweizerischen Verpackungswirtschaft. Das SVI repräsentiert den gesamten «life cycle» der Verpackung und fungiert als Partner zwischen Behörden, Medien, Konsumenten und Verpackungswirtschaft. Durch seine packstoffneutrale Ausrichtung fördert das SVI ganzheitliche Verpackungslösungen. Ziel ist es, die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Verpackungswirtschaft zu stärken und nach aussen zu präsentieren.
Als Kommunikationsplattform unterstützt das SVI die Weiterentwicklung des Verpackungswesens sowie den Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedern und fördert die berufliche Weiterbildung. Jährlich vergibt das SVI den Swiss Packaging Award, den Preis für die innovativsten Verpackungen in der Schweiz. Weitere Informationen: www.svi-verpackung.ch, www.swisspackagingaward.ch



Nachhaltigkeit: Gespart bei Charcuterieverpackung

Weniger Kunststoff, mehr Nachhaltigkeit: Micarna setzt für seine Charcuterieverpackungen auf einen Mix aus Papier und Kunststoff. Neu werden für die Unter- schale 80 Prozent FSC-Karton und nur noch 20 Prozent Kunststoff verwendet. Die Oberfolie besteht weiterhin aus Kunststoff. Bio-Kunststoffe sind aufgrund von ökologischen Aspekten und Qualitätsgründen keine Alternative. Mit diesem Mix spare man gleich doppelt, «beim Verbrauch an nicht erneuerbaren Rohstoffen und bei der Menge an klimarelevantem CO2, welches bei der Entsorgung in der Verbrennungsanlage entsteht», lobte die Jury.

Einsender: Micarna SA
Entwickler: Flextrus AB Lund (S)
Gestalter: Schneiter Meier
Auftraggeber: Migros-Genossenschafts-Bund
 

 

 

 


Convenience: Verschütten hat keine Chance

Gute Nachrichten für Coffee-to-go-Fans: Verschütten war gestern. Dank der raffinierten Verpackung können Kaffeefreunde den Becher von Caffè Lattesso mit nur einer Hand öffnen: Folie vom Trinkdeckel abziehen genügt. Diese Folie sorgt ausserdem für die nötige Hygiene, indem sie die Trinköffnung und den ganzen Trinkbereich, den die Lippen berühren, schützt. Zusammen mit dem Trinkdeckel bildet sie eine Kammer, die mit einem Amaretto-Gebäck gefüllt ist. «Überzeugt haben die hohe Funktionalität und das Hygiene-Konzept des Bechers», meinte die Jury. «Insbesondere die Ausführung des Deckels und der integrierte Hohlraum für das Gebäck sind charmant.»

Einsender: Innoprax AG
Entwickler: Menschen Schweiz
Gestalter: Erich Kienle
Auftraggeber: Innoprax AG


 

 

 

 

Design: Ästhetik und Funktionalität vereint

Die Polyfoil Tube mit Cool Tip setzt Lippenpflege in Szene. Dank dem transparenten Verschluss ist der silberne Applikator jederzeit sichtbar. Dieser ist einzigartig bei Kosmetikverpackungen. Der Siebdruck und die goldene Prägung unterstreichen das edle Design. Die Jury befand, «dass die Verpackungsfunktionen und die ästhetische Gestaltung eine Einheit bilden, die vom Design her vollumfänglich überzeugt und die Markenwerte bestens transportiert.»

Einsender: Hoffmann Neopac AG
Entwickler: Hoffmann Neopac AG
Gestalter: Hoffmann Neopac AG
Auftraggeber: Akademikliniken


 

 

 

 

Marketing: Tresor aus Wellkarton öffnet Türen

Hier sind die Chips sicher: Dafür sorgt der Tresor mit dem Schnappschloss. Sobald die Türe geschlossen wird, ist sie automatisch verschlossen und kann nur mit der richtigen dreistelligen Zahlenkombination geöffnet werden. Der Tresor ist fast vollständig aus Wellkarton. Lediglich eine Scheibe, die zur Einsicht dient, ist aus Kunststoff. Die Jury schätzte den Tresor als effektives Werbemittel ein, das «sofort die Aufmerksamkeit des möglichen Kunden auf sich zieht» und die Interaktion zwischen Kunde und Verkäufer ermöglicht. Gleichzeitig werde die Vielfältigkeit von Wellkarton vermittelt.

Einsender: Model AG
Entwickler: Clemens Lembe
Gestalter: Model AG
Auftraggeber: Zweifel Pomy- Chips AG


 

 

 

 

Technik: Etikette macht Öffnung sichtbar

Bei vielen Produkten möchte der Kunde sicher sein, dass die Verpackung noch nicht geöffnet wurde. Die Erstöffnungsgarantie-Etiketten können diese Sicherheit bieten. Sind sie einmal geöffnet worden, lassen sie sich nicht mehr schliessen, ohne dass dies erkennbar ist. Die Folie besteht aus coextrudiertem Polyolefin. Zieht der Kunde an der Lasche, die nicht an der Verpackung klebt, reisst die Etikette in einer geraden Linie auf. Die Etikette macht so Manipulationen an der Verpackung sichtbar. Für die Jury ist diese Lösung «ein gutes Praxisbeispiel, welches Easyopening, Erstöffnungsgarantie und Convenience optimal miteinander verbindet.»

Einsender: Omnipack AG
Entwickler: Avery Dennison
Gestalter: Omnipack AG
Auftraggeber: Omnipack AG


 

 

 

 

Konstruktion: Aufmerksamkeit aus Karton

Kaugummis und Bonbons verkaufen sich besonders gut im Kassenbereich. Um die Aufmerksamkeit der Konsumenten zu erhalten, müssen die Produkte dort immer wieder neu und auffallend platziert werden. Die Verpackung ZetSLIDE 3 macht es mit ihrem überraschenden Design möglich. Das Besondere: Sie besteht aus- schliesslich aus Karton, während diese Art von Verpackung sonst aus Kunststoff hergestellt wird. Für die Jury ist ZetSLIDE 3 ein «gelungenes Beispiel hinsichtlich Fantasie und Kreativität». Neben dem wiederverwertbaren Material lobte sie die Konstruktion aus einem Stück: «Ergibt minimalen Ausschuss an Karton sowie wichtige Einsparungen von Lager- und Transportkosten und erfüllt hervorragend den Anspruch nach Rationalisierung, Kosten- und Materialreduktion.»

Einsender: rlc | packaging group
Entwickler: rlc | packaging group
Gestalter: rlc | packaging group
Auftraggeber: rlc | packaging group


 

 

 

Nachwuchspreis: Frische Bonbons

Platzsparend, einfach zu öffnen, wiederverschliessbar, strapazierfähig und um- weltverträglich: Konsumenten stellen so einige Anforderungen an die Verpackung von Bonbons oder anderen harten Lebensmitteln für den mobilen Verzehr ausser Haus. Die Bonbon-Verpackung Fresh+ ist ein flacher Beutel, der aus umweltverträglicher Verbundfolie besteht und ohne Aluminium auskommt. Der Verschluss, ein Flip-top, ist einhändig zu öffnen und stellt neben Erstöffnungsgarantie auch die Wiederverschliessbarkeit sicher. Der Deckel ist gewölbt und dient damit gleichzeitig als Auffangvorrichtung für die Bonbons. Die Ecken links und rechts vom Verschluss sind versiegelt. So erhält der Beutel eine Trichterform, die die Entnahme von Bonbons weiter erleichtert.

Einsender: Katia Schweizer, Oliver Gaede Entwickler: Katia Schweizer, Oliver Gaede Gestalter: Katia Schweizer, Oliver Gaede
Auftraggeber: Keiner; Abschlussarbeit an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL)


 

 

 

 

Publikumspreis: Zytgloggeturm aus Weissblech

Der Berner Zytgloggeturm als Verpackung: Die Verpackung aus Weissblech basiert auf den Bauplänen, die die Stadt Bern zur Verfügung gestellt hat, und soll so realitätstreu wie möglich umgesetzt werden. Die raffinierte Konstruktion erfordert
73 Arbeitsschritte und bietet im Inneren Platz beispielsweise für Lebensmittel.

Einsender: Andreas Kopp AG
Entwickler: Andreas Kopp AG
Gestalter: ExactaPro
Auftraggeber: Marcel Krebs

Nach oben